ANLEITUNG
Wohngeld beantragen
Der staatliche Mietzuschuss für Haushalte mit geringem Einkommen — wer Anspruch hat, wie viel es gibt und warum sich der Antrag ab dem ersten Monat lohnt.
✓ Geprüft: 16.7.2026
Zuständige Stelle & Formular für Ihren Ort
PLZ eingeben — wir zeigen das Formular bzw. die zuständige Behörde Ihrer Gemeinde.
Das brauchen Sie
- ☑ Mietvertrag + Nachweis der Mietzahlungen
- ☑ Einkommensnachweise aller Haushaltsmitglieder
Gehaltsabrechnungen, Bescheide, bei Selbstständigen: Gewinnermittlung
- ☑ Meldebescheinigung
- ☑ Kontoauszüge (je nach Stelle)
So gehen Sie vor
- 1 Anspruch grob prüfen: Wohngeldrechner des Bundes (wohngeldrechner.nrw.de o. ä.) — 5 Minuten, anonym.
- 2 Antrag bei der Wohngeldstelle Ihrer Stadt stellen (unten über Ihre PLZ; vielerorts online) — unvollständig einreichen ist okay, das Antragsdatum zählt!
- 3 Nachforderungen der Behörde zügig beantworten; Bearbeitung dauert 1–3 Monate, Nachzahlung kommt ab Antragsmonat.
- 4 Bewilligung gilt meist 12 Monate — rechtzeitig Weiterleistungsantrag stellen.
Häufige Fragen
Wer hat Anspruch auf Wohngeld?
Haushalte mit eigenem, aber geringem Einkommen (Arbeitnehmer, Rentner, Studierende ohne BAföG-Anspruch). Wer Bürgergeld oder BAföG mit Wohnkostenanteil bezieht, ist ausgeschlossen — die Systeme schließen sich gegenseitig aus.
Wie viel Wohngeld gibt es?
Abhängig von Haushaltsgröße, Einkommen und Miete — seit der Wohngeld-Plus-Reform im Schnitt um die 300–400 €/Monat. Der Online-Rechner gibt eine realistische Schätzung.
Gilt Wohngeld auch für Ausländer?
Ja, mit legalem Aufenthalt und eigenem Einkommen. Achtung bei bestimmten Aufenthaltstiteln: Sozialleistungsbezug kann relevant sein — Wohngeld gilt jedoch NICHT als schädliche Sozialhilfe im Sinne von § 2 AufenthG in den meisten Konstellationen; im Zweifel Migrationsberatung fragen.
Warum drängt die Zeit beim Antrag?
Wohngeld wird ab dem Monat der Antragstellung gezahlt, nie rückwirkend. Jeder Wartemonat ist verlorenes Geld — lieber unvollständig einreichen und nachliefern.